Der Mammutbaum: Riesiger Baum der Urzeit

Die Mammutbäume (botanisch: Sequoioideae) werden umgangssprachlich auch oft „Baumriesen“ genannt, was voll zutrifft. Immerhin kann ein solcher Baum über 100 Meter hoch werden und am Stamm einen Umfang von über 12-15 Meter erreichen. Das mögliche Alter dieser Riesenbäume wird auf bis zu 4000 Jahren geschätzt. 

Die größten Vorkommen gibt es heutzutage in den USA. In den bekannten Nationalparks Yosemite, Kings Canyon und Sequoia stehen die wohl ältesten Bäume der Welt mit über 3000 Jahren und über 2400 Tonnen Gewicht.

Ein Mammutbaum im Nationapark in Amerika.

Mammutbäume entstammen der Pflanzengattung der Zypressengewächse (Cupressaceae) und werden in drei monotypisch Arten eingeteilt:

Der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum)

Der Riesenmammutbaum, auch Berg-Mammutbaum oder Wellingtonie genannt, ist in der Sierra Nevada in Kalifornien beheimatet. Der Baum kann eine Wuchshöhe von bis zu 95 Metern und einen Stammumfang bis zu 17 Meter erreichen. Der bekannteste Riesenmammutbau, der General Sherman Tree, ist mit einem Alter von schätzungsweise 900 bis 2500 Jahre der wohl größte lebende Baum der Erde.

Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens)

Der Küstenmammutbaum, auch Küsten-Sequoie genannt, erreicht Wuchshöhen von bis zu 110 Metern. Sein Stammumfang kann bis zu 7 Meter erreichen. Der Küstenmammutbaum ist vor allem im Nordwesten Kaliforniens und in den südlichen Regionen Oregons beheimatet. Die größten Vorkommen finden sich im amerikanischen Nationalpark Redwood sowie im Humboldt Redwoods State Park.

Der Umweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Urweltmammutbäume kommen in China vor und können eine Höhe von etwa 30 bis 35 Metern erreichen. Man nennt sie auch Chinesisches RotholzMetasequoie oder Wassertanne. Der Stammumfang eines Urweltmammutbaumes kann 1 Meter bis 2,2 Meter betragen. Das Alter dieser Bäume wird auf maximal 420 Jahre geschätzt.

Diese Bäume werden selten das Opfer von Waldbränden

Da in den großen Nationalparks oft Waldbrände ausbrechen, fragt man sich natürlich, wie diese Baum-Giganten so lange überleben konnten. Das Geheimnis liegt in der faserigen dicken Rinde. Sie schützt den Mammutbaum bei Waldbränden.

Als sogenannte Pyrophyten haben sich die Bäume an die Feuereinwirkung angepasst und geschützt. So heilt die Rinde des Baumes schneller als bei anderen Bäumen, solange die Brand-Verletzungen nicht zu groß sind.

Durch die Feuereinwirkung bei einem Waldbrand wird zudem das Öffnen der Zapfen begünstigt. Ein Waldbrand kann also dazu fhren, dass der Mammutbaum seine Zapfen öffnet und die Samen weiter verbreitet.

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Fragen und Antworten zum Thema Mammutbaum

Wachsen Mammutbäume auch bei uns?

Ja, Mammutbäume wachsen auch in Europa. Mammutbaum-Samen bekommt man in vielen Gärtnereien. Der Standort für die Pflanze sollte hell bis vollsonnig sein, der Boden humos und locker.

In einem Normalgarten werden die winterharten Bäume allerdings sehr schnell zu groß, daher sollte man sich das Pflanzen gut überlegen. Denn sie können auch bei uns eine stattliche Höhe erreichen. Der älteste deutsche Baum dieser Art mit einer Höhe von über 53 Meter befindet sich im Staatspark Fürstenlager im hessischen Bensheim.

Wann pflanzt man den Baum am besten?

Die beste Pflanzzeit sind entweder im Frühling oder Herbst.

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